SPD Bad Liebenzell

 

SPD will bessere Integration behinderter Menschen erreichen

Veröffentlicht in Kreistagsfraktion

SPD-Kreistagsfraktion fordert gemeinsame Bildung und Betreuung von behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen.

CALW. „Inklusion ist heute noch eine Vision, aber kein Illusion.“ Dieses Fazit zieht Saskia Esken als stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion am Ende eines Antrags, mit dem die SPD ihre Forderungen nach gemeinsamer Ausbildung von behinderten und nicht behinderten Kinder und Jugendlichen bei der jüngsten Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses (KSA) unterstrichen hat.

Die SPD hat die Kreisverwaltung aufgefordert, den Kreistag umfassend darüber zu informieren, welche Kindertageseinrichtungen und welche allgemein bildenden Schulen bereits heute ein Förderangebot für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen anbieten und wie die Einrichtungen dabei durch den Landkreis materiell, finanziell und personell unterstützt werden. Außerdem möchte die SPD-Kreistagsfraktion von der Kreisverwaltung Auskunft darüber, mit welchen konkreten Maßnahmen der Landkreis Calw in den nächsten Jahren den Paragraph 24 der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen umsetzen möchte, in welchem das Recht auf inklusive Angebote im Bereich der Kindertageseinrichtungen und Schulen, der Arbeitswelt und Freizeit festgeschrieben wurde. Auch will die SPD wissen, welche Verbände, Organisationen, Vereine und weitere Gruppen der Landkreis in die Umsetzung einzubeziehen gedenkt.

Die SPD-Fraktion will erreichen, dass Kindertageseinrichtungen und allgemein bildenden Schulen im Landkreis Calw dazu befähigt werden, behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen ein inklusives Bildungsangebot zu machen. Das Miteinander der Kinder sei für alle wichtig, denn: „Unterschiedlichkeit in menschlichen Gemeinschaften ist ein Normalzustand und ist auch als solcher zu behandeln“, so der Antrag der SPD. Schlüssel bei der Wahl der Bildungseinrichtung müssten daher die individuellen Lernmöglichkeiten und der Unterstützungsbedarf des einzelnen Kindes sein. Dazu brauche es „ein flächendeckendes Netz an Regelschulen, in dem Schülerinnen und Schüler mit Behinderung ein ihren individuellen Bedürfnissen entsprechendes Förder- und Unterstützungsangebot erhalten. Sie sollen in ihrem räumlich-sozialen Umfeld, also wohnortnah, eine inklusive Regelschule vorfinden“, so die SPD in ihrem Antrag.

Obwohl schon geraume Zeit fertiggestellt, wurde erst vor wenigen Tagen ein Bericht mit Empfehlungen des Expertenrates veröffentlicht, welcher im Auftrag der Landesregierung den Ist-Zustand untersucht und daraus resultierend eine Optimierung und teilweise Neuausrichtung des bestehenden Bildungssystems vorgeschlagen hat.

Die SPD-Kreistagsfraktion begrüßt und unterstützt die Forderung der Landes-SPD, die mit Bezug auf die Empfehlungen des Expertenrates ein echtes Wahlrecht bei der Auswahl der Schule für Kinder mit Behinderungen erreichen will. Insbesondere der SPD-Bildungsexperte Norbert Zeller hat für die Sozialdemokraten gefordert, dass „die Eltern nach einer intensiven Beratung selbst entscheiden können, ob sie ihr behindertes Kind in einer Sonderschule oder in einer allgemein bildenden Schule unterrichten lassen“, so der Landtagsabgeordnete. Bei der Forderung nach Inklusion geht es aus SPD-Sicht auch nicht darum, bestehende Förderschulen aufzulösen oder auf die Kompetenzen der Sonderpädagogen zu verzichten, sondern den Familien Wahlfreiheit und konkrete Unterstützung an jeder auf Inklusion ausgelegten Regelschule zu bieten. Die SPD will eine Umsetzung der Expertenempfehlungen noch in dieser Legislaturperiode erreichen.

Antrag Inklusion (PDF)

 

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