SPD Bad Liebenzell

 

Rainer Prewo: Das Kirchturmdenken in Sachen Tourismus muss beendet werden.

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Beim Fachgespräch mit Tourismusexperten stellte Rainer Prewo Ideen vor, wie der Tourismus im Kreis Calw neuen Schwung be

BAD LIEBENZELL. Das Kirchturmdenken in Sachen Tourismus muss beendet werden und die Kräfte im Kreis müssen zusammenarbeiten. Zu diesem Ergebnis sind - mit großer Einigkeit - die Teilnehmer eines tourismuspolitischen Dialogs gekommen, zu dem der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Rainer Prewo ins Bad Liebenzeller Bürgerzentrum eingeladen hatte. Prewo sieht gute Chancen dafür, den Kurorte- und Bäderkreis mit seinen hervorragenden Möglichkeiten für den Rad- und Wandertouris¬mus als touristische Destination nach vorne zu bringen. Gerade in diesem Sektor könne man von der in ganz Deutschland steigenden Nachfrage profitieren. Dass der Rad- und Wandertourismus zunehme, sei nicht nur bei der jüngsten Stuttgarter Tourismusmesse CMT deutlich geworden. Untersuchungen zeigten, dass mehr als 80 Prozent der Bürger regelmäßig wandern gingen. Und Prewo hat viele Ideen, wie man schnell zu Ergebnissen kommen kann. So schlägt er vor, einen „Bäderweg Kreis Calw“ auszuweisen oder Streckenführungen von Asphalt auf Naturwege zu verändern, um die Wanderwege als Premiumwege zertifizieren zu lassen. Als zusätzliche Anziehungspunkte für den Wandertourismus wünscht sich Prewo Vesperhütten und Themenwanderwege wie den von der Liebenzeller Gemeinderätin Saskia Esken vorgeschlagenen „Liebenzeller Wasserweg“. Den steigenden Ansprüchen der Erholungssuchenden und Urlau¬ber an Erlebnischarakter und Premiumqualität müssten neue Produkte gerecht werden, die die Tourismusunternehmen und Kommunen für eine Destination Kreis Calw gemeinsam entwickeln und vermarkten wollen. Nur so werde man den weiteren Rückgang der Übernachtungen stoppen. In anderen Regionen Deutschlands sei dies bereits gelungen.

Für Rainer Prewo steht außer Frage: Öffentliche wie private Investitionen in die touristische Infrastruktur lohnen sich und kommen nicht nur den Gästen und damit dem Tourismus als Wirtschaftsfaktor zugute. Sie erhöhen auch die Lebensqualität für die Einwohner des Kreises „und damit seine An¬ziehungskraft als Wohnort“. Prewo ist mit dieser Position nicht alleine. Die an dem Dialog beteiligten Tourismusexperten sehen dies genauso und forderten unisono die Bildung einer größeren Einheit für die Destinationsbildung und –vermarktung. Christine Schönhuber, seit wenigen Monaten Tourismusbeauftragte des Landkreises Calw, hält es dabei für unerlässlich, dass die touristische Vermarktung in einer neu zu bildenden Körperschaft kreisweit gebündelt wird. „Wir müssen als Touristiker arbeiten können“, sagt Schönhuber. Wie prekär die Situation ist, zeigte Schönhuber anhand weniger Fakten auf. So ist der Tourismus im Landkreis Calw während des vergangenen Jahrzehnts um 25 Prozent geschrumpft, der Region gingen dadurch jährlich rund 57 Millionen Euro an Wertschöpfung verloren. Der Zusammenschluss dürfe aber nicht unter der Prämisse der Einsparungen erfolgen, wie Christoph Eck vom Schömberger Verein Tourismus, Handel und Gewerbe sagte. Das Geld, das möglicherweise vor Ort eingespart werde, müsse in einen Topf fließen, um gemeinsam neue Aufgaben zu bewältigen. Beispiele dafür, dass Gemeinsamkeit Erfolg bringe, gibt es nach Ansicht der Tourismusfachleute genügend. Ob im Stauferland, im Allgäu oder im Hochschwarzwald: Die Bündelung der Kräfte habe dort mit guten Konzepten Erfolg gehabt. Für Herbert Masino, den Geschäftsführer der Kurverwaltung Bad Liebenzell, ist es wichtig „jetzt einen großen Schritt“ zu machen und nicht länger auf kleine Schritte zu setzen. Der Schömberger CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Zillinger beklagt, dass man zu lange von der Substanz gelebt habe. Nun müsse man die Rahmenbedingungen für eine gute Corporate Identity schaffen. „Schauen sie sich einmal die Prospekte der verschiedenen Orte an. Sie glauben, dass sie auf verschiedenen Inseln sind“, sagte Zillinger. Er warnte aber vor zu großem Aktionismus und forderte die Besinnung auf das Mögliche. Auch Hans-Martin Dittus, der Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Tourismus der Stadt Calw, hält es für wichtig, die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen und zu vernetzen. „Wir müssen zu größeren Verbünden kommen“, sagt er und fordert, dass in Orten mit touristischer Prägung auch mehr Personal für die Arbeit zur Verfügung steht. „Tourismus darf keine 10-Prozent-Stelle sein.“ Wichtig für ihn auch: Neben Leuchttürmen als Attraktion zur Gewinnung neuer Gäste muss auch eine breite Basis an guten Angeboten bestehen. Für Christian Scheidt, den Geschäftsführer des Bad Hotels Bad Teinach, muss nun rasch mit der Umsetzung begonnen werden. „Die freie Wirtschaft hat keine Zeit mehr“, sagt er und fordert, nicht länger zu diskutieren, sondern endlich zielgerichtet zu handeln. Für den Kreis- und Landespolitiker Rainer Prewo eine Aufforderung alles zu tun, um zu neuen Ufern zu gelangen. „Ich sehe überall grünes Licht und Aufbruchstimmung“, resümierte Prewo, der mit Christine Schönhuber und den übrigen Dialog-Teilnehmern daran arbeiten will, ein neues Kapitel aufzuschlagen, damit der Landkreis Calw als Tourismusdestination wieder an Bedeutung gewinnt.

 

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