SPD Bad Liebenzell

 

Esken: „Das war’s dann wohl!“

Veröffentlicht in Kreisverband

Delegiertenkonferenz der SPD schafft sich ab

 

Ottenbronn. Am vergangenen Samstag tagte die wohl letzte Kreisdelegiertenkonferenz der SPD im Kreis Calw. Mit wenigen Gegenstimmen beschlossen die etwa 30 anwesenden Delegierten im Bürgersaal in Ottenbronn eine Satzungsänderung, die die Versammlung der Mitglieder zum obersten Organ des Kreisverbands macht.

„Mehr Transparenz, mehr Beteiligung, mehr direkte Demokratie – das wollen wir nicht nur auf Bundesebene, das ist auch bei uns im Kreisverband ein wichtiges Ziel“ verdeutlichte der stellvertretende Kreisvorsitzende Andreas Reichstein, der die Versammlung leitete. Bedenken gab es vor allem, ob es den Ortsvereinen gelingen wird, ohne die Verpflichtung gewählter Delegierter eine genügend starke Vertretung bei den Konferenzen aufzubringen. „Wenn wir die Verpflichtung von Delegierten brauchen, weil uns die Motivation der Mitglieder nicht gelingt, dann haben wir schon verloren“ wurde die Kreisvorsitzende Saskia Esken deutlich.

Neben einer ausführlichen Debatte zum Ausgang der Bundestagswahl, in die Karl-Ulrich Templ einführte, beriet die Konferenz eine mitgliederoffene Klausur des Kreisverbands, die von Esken als Digitalpolitikerin vorgeschlagene „Kommunale digitale Agenda“ und weitere Vorhaben wie die verstärkte Nutzung sozialer Medien für die Kommunikation der Partei nach innen und nach außen. Zum Ende des Delegiertenprinzips sagte die Vorsitzende in ihrem Schlusswort: „Das war’s dann wohl. Ich verabschiede Euch als Delegierte und freue mich auf eine rege Beteiligung und Debatte mit Euch und vielen weiteren Mitgliedern!“

Im Anschluss an die Konferenz traf der Kreisvorstand der SPD beim Portugiesen und leckerem Abendessen mit einigen der 30 Neumitglieder zusammen, die die SPD im Kreis Calw im vergangenen dazugewonnen hat. „Ihr seid ein echter Lichtblick in schwerer Zeit! Bitte bringt Euch offensiv mit den Themen ein, die Euch unter den Nägeln brennen, die Euch dazu motiviert haben, zu uns zu kommen. Wir freuen uns auf Euch!“ appellierte Esken und vereinbarte sofort ein Vorgespräch zur Gründung einer AG Digitalpolitik, die auf Anregung des neuen Mitglieds Wolfgang Neske aus Nagold entstehen soll. „Mir ist die politische Gestaltung des digitalen Wandels ein wichtiges Anliegen“, sagte Neske, der wie Esken über berufliche Wurzeln in der IT verfügt.

„Die SPD muss ihre Mitglieder bei ihren besonderen Interessen abholen, ihre Kompetenzen nutzen und ihre Verbindungen in die Gesellschaft. Die eine ist vielleicht Polizistin und kann Einblicke in den polizeilichen Alltag mit uns teilen, der andere ist Jugendvertreter in der Industrie und kennt die betriebliche Mitbestimmung aus dem Effeff, wieder eine andere leitet eine Stiftung und ist mit Vereinen und Institutionen vor Ort bestens vernetzt. Wir wären ja dumm, wenn wir das nicht wahrnehmen und nutzen würden!“ machte Esken die Stärken einer Mitgliederpartei deutlich.

 

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